Partnerkirche GGP
Indonesien

Seit über 70 Jahren sind der „Mülheimer Verband“ (MV) und die indonesische „Gereja Gerakan Pentakosta“ (GGP) als Partnerkirchen freundschaftlich miteinander verbunden. In regelmäßigen Abständen besuchen sich wechselseitig Delegationen der Kirchen, um Beziehungen zu stärken, voneinander zu lernen und einander zu helfen.

FOKUS

Kirchenpartnerschaft
Theologische Ausbildung
Patenschaften
Begegnungen
Projekte

Geschichte der GGP
Johannes Thiessen geht nach Sumatra

Die Geschichte der GGP beginnt kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert, als der 19-jährige Johannes Thiessen den Ruf Gottes hörte: „Du sollst mein Botschafter in Sumatra werden.“ Thiessen lebte in Russland, wohin seine Familie etwa 200 Jahre zuvor aus Friesland ausgewandert war.

Nach einem Bibelschulstudium in St. Crischona bei Basel und einer medizinischen Studie in Rotterdam landete er 1901 mit seiner Frau Anna-Marie an der Küste Sumatras. Auf beschwerlichen Wegen führte die Reise weiter ins Inland nach Pakantan zu den Batak. Bei diesen Menschen kam zu dieser Zeit bei Stammesauseinandersetzungen noch Kannibalismus vor.

Missionsstation Pakantan

In Pakantan baute Thiessen eine Kirche für 800 Menschen, und eine Schule und ein Waisenhaus entstanden. Sein Krankenhaus behandelte jährlich rund 6000 Menschen. Auch seine Söhne John und Henk wurden dort geboren.

Die GGP wird gegründet

Nach 12 Jahren kehrte Johannes Thiessen zu einem Heimataufenthalt nach Europa zurück. Dort lernte er die damalige Pfingstbewegung und ihre Führungspersönlichkeit Jonathan Paul kennen. Freundschaftliche Bande wurden geknüpft. Als Thiessen 1921 wieder nach Indonesien reiste, gründete er auf Java die „Gereja Gerakan Pentakosta“ (GGP), eine pfingstlich ausgerichtete Freikirche, die später unter der Leitung seines Sohnes Henk Thiessen zur MV-Partnerkirche wurde.

GemeindegründungSbewegung

Mission 151
Auf ihrer alle 5 Jahre stattfindenden Delegiertentagung “Sidang Raya” haben die verantwortlichen Leiter im September 2015 eine neue Initiative gestartet, die sie in den letzten Jahrensehr engagiert und kreativ auf Regionalkonferenzen unter der “Parole” 151 bewerben. Sie fordern jede bereits etablierte Gemeinde (1) heraus, in den nächsten fünf Jahren (5) jeweils eine (1) neue Gemeinde zu gründen.


2. von rechts: Der Präses der GGP, Pastor Dr. Welly Mamusung

Unsere Partnerkirche setzt auf Wachstum
Bereits im Jahr 2006 beschloss die GGP, ihre gesamte Arbeit auf das Ziel „Wachstum“ hin auszurichten. Die Botschaft von der Liebe Jesu soll durch die GGP verstärkt den Menschen in Indonesien bekannt gemacht werden. Damit verbunden soll den Menschen durch die Arbeit der Gemeinden vor Ort konkret gedient und in ihrem Lebensalltag geholfen werden. Innerhalb von wenigen Jahren hat sich daraufhin die Anzahl der zur GGP gehörigen Gemeinden nahezu verdoppelt. Doch bleibt die Herausforderung weiterhin riesig, denn Indonesien ist mit 240 Millionen Einwohnern der viertgrößte Staat der Welt und besteht aus über 10.000 bewohnten Inseln. Fast 90% der Menschen sind Muslime.

Theologische Ausbildung

Die GGP setzt, um ihre Wachstumsziele zu erreichen, vor allem auf die Ausbildung von jungen IndonesierInnen. In den vergangenen Jahren konnte sie mehrere theologische Schulen aufbauen, die ein Studium bis zum „Master of Theology“ anbieten. Hinzu kommen  weitere Schulen, die Bibelschulniveau haben. Drei Schulen wurden gegründet, an denen Abitur mit Schwerpunkt Theologie angeboten wird.

Die MV-Indonesienmission unterstützt die Partnerkirche GGP vor allem durch Gebet und Finanzen.

Patenschaften für Studenten & Gemeindegründer

Viele Theologiestudenten können ihr Studium nicht alleine finanzieren. Gemeindegründer haben zu Beginn keine Gemeinde, die sie bezahlt. Und nur 50% der indonesischen GGP-Pastoren erhalten ein Gehalt.

Deswegen bietet der MV, neben der Möglichkeit der allgemeinen Spenden für die Arbeit der GGP, auch die Übernahme von Patenschaften an für Theologiestudenten und Gemeindegründer an.

  • „Partner in Mission“ (PIM) bedeutet, dass man eine Patenschaft für einen Studienplatz in Indonesien übernimmt. Mit 25 Euro im Monat für die Zeit von drei Jahren finanziert man einen Studienplatz für einen Studenten, der sich zum Pastor oder Gemeindegründer ausbilden lässt. Mit den 25 Euro ist ein Großteil der monatlichen Kosten für Unterkunft, Ernährung und Ausbildung gesichert.
  • PIM PLUS ist eine Patenschaft für eine Gemeindegründung der GGP, durch die sich ein Gemeindegründer in den ersten Monaten und Jahren auf die Gründung einer neuen Gemeinde konzentrieren kann und seine Familie mit dem Nötigsten versorgt ist. Auch hier bedeutet die Patenschaft eine monatliche Unterstützung von 25 Euro für die Zeit von drei Jahren.

Bei Interesse an und Fragen zu den Patenschaften wenden Sie sich bitte an Malin Praktiknjo (mitte) (m.praktiknjo@muelheimer-verband.de). Wir freuen uns, wenn Sie eine Patenschaft übernehmen möchten und teilen Ihnen die Bankverbindung und alle wichtigen Informationen auf Anfrage gerne mit.

Die MV-Indonesien-Kommission

Die MV-Kommission, die sich um die Beziehungen zur GGP kümmert, besteht aus einem Mitarbeiterteam aus verschiedenen Gemeinden des MV:

Aktueller Leiter der MV-Indonesienkommission:
Pastor Ingo Bröckel, Paulus-Gemeinde Bremen

Betreuung der Patenschaften PIM/PIM+: 

Malin Praktiknjo, ursprünglich aus der Christus-Gemeinde Hamburg
 
Spendenkonto für Die MV-Indonesien-Kommission

Alle Spenden gehen auf das Konto des Mülheimer Verbandes. Der Mülheimer Verband verschickt jeweils im Januar/Februar des Jahres eine Spendenbestätigung für das vergangene Jahr. Bankverbindung und genaue Spendenzweckangaben finden sich hier.

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